Bergtour-Vorderkaiserfeldenhütte-Naunspitze-Pyramidenspitze
Die gipfelreiche Bergtour von der Vorderkaiserfeldenhütte über die Naunspitze und die Pyramidenspitze im Kaisergebirge überzeugt mit grandiosen Aussichten.
Bereits am Vortag sind wir von Ebbs auf die Vorderkaiserfeldenhütte aufgestiegen und nach einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf zur heutigen Tour, welche uns über die Naunspitze über das Peterköpfle zur Pyramidenspitze führt.
- Guten Morgen von der Vorderkaiserfeldenhütte
Bergtour über die Naunspitze zur Pyramidenspitze
Dankend verschabschieden wir uns vom Hüttenwirt und machen uns auf den Weg.
- Der erste Wegweiser befindet sich direkt an der Hütte …
- … und schickt uns auf einen kleinen Waldpfad.
Der Weg ist gut ausgebaut und führt uns mit mässiger Steigung zu unserem ersten Gipfel. Bereits nach ca. 45 Minuten erblicken wir von weitem dessen Gipfelkreuz. Am kleinen Sattel biegen wir links ab und es heißt ein klein wenig kraxeln. Der Pfad führt über kleine Felsvorsprünge und schließlich …
- .. über einen kleinen Schotterpfad hinauf zum Gipfel der Naunspitze (1633m)
Bereits dieser kleine Gipfel überrascht mit einer fantastischen Aussicht.
- Der Blick nach Norden in die Chiemgauer Alpen.
- Das Gipfelkreuz thront über dem Inntal.
- Gipfelschau (Quelle: Peakfinder App)
- Gipfelschau (Quelle: Peakfinder App)
Herrlich, oder? Die Sonne lacht und die Aussicht ist beeindruckend. Aber wir haben heute noch einiges vor. Also folgen wir dem Aufstiegsweg ein Stück zurück bis wir wieder auf den Waldpfad gelangen.
- Nun heißt es wieder für einige Meter aufsteigen.
- Das Panorama beim Aufstieg bleibt fantastisch.
Nach gut 30 min gelangen wir an den nächsten Wegweiser und wir biegen, für einen kleinen Umweg auf das Petersköpfle, rechts ab und folgen der Latschengasse.
- Das Gipfelkreuz des Petersköpfle (1745m) ragt schon durch die Latschen hervor.
- Der Blick vom Gipfel ins Inntal. Rechts unten seht ihr die Naunspitze.
- Der Blick in Richtung Pyramidenspitze, vor uns liegt nun ein riesiges Latschenfeld.
Nach einer kurzen Gipfelrast folgen wir der Latschengasse wieder zurück auf den Weg. Für uns geht es nun quer durch das Latschenfeld.
- Neugierig eilt Anett voran.
- Der Blick auf den Wilden Kaiser.
Der Weg hier oben verläuft ohne große Steigungen und technische Hindernisse. Er führt uns über die Wurzeln der Latschen und über kleine Felsen, genau richtig um die Ausblicke in sich aufzusaugen und zu genießen.
- So lässt es sich wandern.
Kurz vor unserem dritten Gipfel des Tages, dem Einserkogel (1924m) wird der Weg etwas felsiger und für wenige Minuten geht es wieder etwas steiler nach oben.
- Auf dem Weg zum dritten Gipfel des Tages, dem Einserkogel.
Selbstverständlich legen wir an dem kreuzlosen Gipfel nochmal eine kleine Pause ein bevor uns der Weg deutlich felsiger weiter in Richtung ElferKogel / Vogelbad führt.
- Immer wieder geht es für einige Höhenmeter hoch und runter.
- Die Landschaft bleibt beeindruckend.
Bislang gab es auf der Tour keine nennenswerten technischen Herausforderungen, dies wird sich jetzt ändern. Bereits bei der Tourenrecherche haben wir von der, mit Stahlseilen versicherten, Passage gelesen.
- Für ca. 4 Meter müssen wir jetzt durch eine kleine Rinne absteigen.
- Geschafft, wir blicken zurück auf die einzige technische Herausforderung der Tour.
Für erfahrene Berggeher ist diese Passage keine Herausforderung. Der Absteig ist bestens versichert und es gibt genügend Tritte und Haltegriffe um sicher absteigen zu können.
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Hat man diese Kraxelpasse gemeistert, führt der Weg sanft ansteigend der Pyramidenspitze entgegen.
- Sanft ansteigend geht es über die Wiesen weiter …
- … und wir erblicken unser heutiges Ziel, die Pyramidenspitze (1997m)
Schon von weitem sehen wir, dass der Gipfel gut besucht ist. Wenige Minuten später stehen wir mit etlichen anderen Bergfreunden am Gipfel und genießen die fantastische Aussicht.
- Der Blick über die Jovenspitze zum Walchsee.
- Gipfelschau in die Berchtesgadener Alpen (Quelle: Peakfinder App)
Wer möchte, kann diesen Gipfel auch vom Walchsee aus über den Klettersteig (A-B) besteigen. Schnell beschließen wir diese Tour in unsere To-go-Liste mit aufzunehmen. Da mehrere Wege auf die Pyramidenspitze führen, füllt sich der Gipfel recht schnell und wir beschließen auf den benachbarten Vorderen Kesselschneid (2001m) zu wandern.
- Der Blick zum Vorderen Kesselschneid.
Für wenige Höhenmeter steigen wir ab, bevor wir auf dem wenig begangenen aber dafür höchsten Berg des Zahmen Kaisers aufsteigen und den fünften Gipfel des Tages erreichen.
- Der Blick vom Vorderen Kesselschneid ins Inntal.
- Anstelle eines Gipfelkreuzes schmücken Latschen den höchsten Berg des Zahmen Kaisers.
- Der Blick zum Walchsee.
- Gipfelschau (Quelle: Peakfinder App)
- Gipfelschau (Quelle: Peakfinder App)
Hier oben lässt es sich aushalten. Wir sind allein und können das fantastische Panorama in vollen Zügen genießen.
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Abstieg durch das Kaisertal nach Ebbs
Wir wollen uns einfach nicht vom Gipfel trennen und bleiben eine ganze Weile hier oben sitzen. Kein Wunder, vor uns liegt nun eine Etappe auf die keiner so richtig Lust hat. Es wartet der Abstieg ins Kaisertal auf uns und das heißt ca. 1200 Höhenmeter absteigen, eine Freude für die Knie. ;-)
- Wir folgen dem Weg wieder zurück zum Sattel und blicken auf die gut besuchte Pyramidenspitze.
Am Sattel halten wir uns links und beginnen unseren Abstieg.
- Am Anfang führt der Weg noch gemütlich dahin.
- Der Blick ins Kaisertal, da geht´s jetzt runter.
Der Weg ist mit Schotter überzogen und teilweise ziemlich steil und ab und an müssen auch kleine Felsstufen überkraxelt werden. Anfänglich führt der Weg noch in Serpentinen hinab, später wird er uns fast direkt dem Kaisertal entgegenführen.
- Wenn der Weg auch anstrengend ist, der Blick zum Wilden Kaiser lässt uns Schwärmen.
Die erste Etappe endet auf ca. 1450m Höhenmetern an einem Schotterfeld, welches wir noch queren müssen, bevor wir in den Wald gelangen. Gut 650 Höhenmeter liegen jetzt hinter uns, da kommt uns der Wald mit seinem Schatten gerade recht für ein kleines Päuschen.
Wer möchte kann hier auch rechts in Richtung Vorderkaiserfeldenhütte wandern, wir entscheiden uns heute für den Weg in Richtung Hinterbärenbad.
- Wieder zurück auf dem Weg, geht es nun steil durch den Wald hinunter.
In kleinen Serpentinen führt der Waldpfad nun den Berg hinunter. Bei feuchtem Boden kann es hier sehr rutschig werden.
Kurz vor der 1000m Grenze treffen wir auf einen kleinen Bachlauf und können uns endlich etwas erfrischen und abkühlen bevor wir den restlichen Abstieg hinter uns bringen und auf 850m endlich auf den Fahrweg und den Bärenbach treffen.
Die Knie schlottern ein wenig als wir unten ankommen. Etwas Kraft brauchen wir jetzt dennoch, schließlich sind es noch ca. 8 Kilometer bis zum Wanderparkplatz in Ebbs.
- Der Fahrweg führt uns jetzt durch das beeindruckende Kaisertal.
- Wären da nicht die traumhaften Ausblicke wäre der Weg…
… wohl einfach nur fad. Immer wieder gibt es kleine Anstiege und wir können es kaum erwarten, endlich ein kühles Radler genießen zu dürfen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, der Weg durch das Kaisertal ist wirklich schön und bietet eine tolle Wandermöglichkeit, heute fehlt uns nur etwas Kondition um den Weg wirklich genießen zu können.
- Wir verlassen den Wald und geraten auf eine herrliche Almwiese, …
… wenige Minuten später erreichen wir auch die ersehnte Einkehr, der Pfandlhof. Wir lassen uns auf der Sonnenterasse nieder und genießen die herrliche Aussicht ins Kaisergebirge.
- Der Blick von der Terasse des Pfandlhofes (Quelle: Peakfinder App)
- Der Pfandlhof
Hinter uns liegen inzwischen 15 Kilometer, da kann man es sich hier schon mal gutgehen lassen – und das tun wir auch. Die Speisekarte bietet viele Leckereien und wir können uns bei der fantastischen Aussicht stärken.
Gestärkt und erholt geht es einige Zeit für uns weiter auf dem Fahrweg. Am Gasthaus Veitenhof treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg und nach einer letzten steilen Passage, wartet der krönende Abschluss auf uns, die Stufen… Inzwischen liegen ca. 1400 Höhenmeter Abstieg und 17 Kilometer hinter uns, da kann die Stufen keiner mehr gebrauchen… Aber nach 15 Minuten ist auch dieses letzte Hindernis überwunden und wir erreichen glücklich den Wanderparkplatz.
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Die Tour bei Komoot
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Mein Fazit:
Die Bergtour von der Vorderkaiserfeldenhütte über die Naunspitze zur Pyramidenspitze ist etwas für konditionell starke Bergfreunde. Wer möchte, kann zusätzlich noch das Petersköpfle, den Einserkogel und den vorderen Kesselschneid besteigen und somit insgesamt fünf Gipfel auf dieser Wanderung erklimmen. Bis auf die kleine Kraxelstelle, ist der Weg ohne technische Hindernisse gut gehbar und bietet traumhafte Aussichten in die umliegende Bergwelt. Zu Beginn der Tour sollte man seine Kraft gut einteilen, der etwas mühsame und lange Abstieg ins Kaisertal fordert nochmal einiges an Power und auch der Rückweg auf dem Fahrweg ist nicht unbedingt einfach wenn man bereits erschöpft im Tal ankommt. Dafür bieten der Pfandlhof und das Gasthaus Veitenhof zum Ende der Tour eine herrliche Einkehrmöglichkeit um den Tag perfekt ausklingen zu lassen.
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Eigentlich freue ich mich darauf, am nächsten Tag auszuschlafen und den Beinen etwas Ruhe zu gönnen… Mein Frauchen hat jedoch andere Pläne… Davon erzähle ich euch aber erst in den nächsten Tagen.
Viele Grüße und bis zum nächsten Bericht, Anett & Maik
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Verpasse keinen neuen Bericht und folge uns auf:
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Hi Maik,
wunderbare Fotos einer tollen Landschaft – mach weiter so :-)
Viele Grüße
Flo